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Ursprung Poppelezunft

 

 

 

Ursprung der Fastnacht in Singen 
und der Poppele-Zunft

Die Poppele-Zunft ist ein Singener Narrenverein zur Bewahrung und Pflege des fastnächtlichen Brauchtums mit etwa 1000 Mitgliedern. Die Zunft will durch närrische Veranstaltungen das örtliche Fastnachtsbrauchtum erhalten, gestalten und fördern (siehe auch Satzung bzw. Geschäftsordnung).

Leitfigur der Zunft und Schirmherr der Singener Fasnet ist der Poppele, eine Gestalt, die an den historisch belegbaren Popolius Mayer von der Burg Hohenkrähen erinnert. Dieser war um im 15. Jahrhundert Vogt auf dem Hohenkrähen und ein bösartiger Leuteschinder, der nach seinem plötzlichen Tod durch einen Sturz vom Pferd als Geist umgehen musste, weil seine Seele keine Ruhe fand. Er wurde zur Sagenfigur im Hegau und als Geist trieb der Poppele allerhand Schabernack und ärgerte insbesondere die einfachen Leuten über alle Maßen. >> mehr Infos
 

Die Gründung der Poppele-Zunft geht zurück ins Jahr 1860, als am 16. Februar 1860 in einem Zeitungsinserat im „Höhgauer Erzähler“ eine Narrengesellschaft ins Leben gerufen wird.  Die Narrengesellschaft nannte sich damals „Narronia“ Singen. 1886 wurde die „Narronia“  in „Narrenverein Poppele“ umgetauft. 

Anzeige im Höhgauer Erzähler 1860

Mit der Aufnahme in die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte 1933 nennt sich der Verein dann "Narrenzunft Poppele 1860 e.V."

Die Ursprünge des Fasnetbrauchtums in Singen reichen über das Jahr 1805 hinaus, also bis zum Ende der österreichischen Herrschaft in der Landgrafschaft Nellenburg (heute Stockach). 

Die Zeitungsanzeige im „Höhgauer Erzähler“ vom 16. Februar 1860, in dem zu lesen war, dass die Narrenmutter nach 55jähriger Zurückgezogenheit wieder pudelnärrisch geworden sei, ist ein Beweis dafür, dass die Narreneltern schon vor dem Jahr 1805 an der Singener Fasnacht aktiv waren.

Schriftliche Aufzeichnungen über den Ablauf der dörflichen Fasnacht in Singen vor 1800 und die dabei mitwirkenden Figuren gibt es allerdings nicht. Man mag dies bedauern, aber unsere Vorfahren sahen wenig Veranlassung, über das selbstverständliche, alljährliche wiederkehrende heimische Brauchtum zu berichten.

Trotzdem lassen sich aus späteren Aufzeichnungen und aus der mündlichen Überlieferung einige Schlüsse ziehen:

Zum ältesten Bestand der Singener Fastnacht gehören neben den Narreneltern auch die „Hoorigen Bären“, die an Fasnacht als Strohmänner aufgetreten sind. Diese urtümliche Gestalt ist wohl als Wilder Mann zu deuten und unstrittig eine der Hauptfiguren der schwäbisch-alemannischen Fasnacht.

Daneben haben wir an überliefertem Brauchtum die Fasnetstage, nämlich den Schmutzige Dunschdig (an dem die fettigen Fasnetsküchle gemacht wurden) sowie den Fasnets-Sunndig, -Mändig und -Zieschdig.

Am Schmutzige Dunschdig, dem wichtigsten Tag der Fasnet, wurde der Narrenbaum gefällt, eingeholt und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Hohgarten neben dem Rathaus in Singen gesetzt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die organisierten Umzüge an denen Sämann, Egge und Pflug mitliefen.

Am Fasnets-Sunndig fanden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einfache Fasnetsspiele, auch große theaterähnliche Auf- und Umzüge und närrische Jahrmärkte statt.  Am Abend des Fasnets-Zieschdig wurde ein Strohmann  auf dem Hohgarten verbrannt und die Fasnet beendet.

Die Fasnet in Singen war überwiegend eine dörfliche Straßenfasnet.

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Stand: 05. Januar 2017