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  Ausführliche Nachrichten u. Berichte aus dem Jahr 2003
 

30.12.2003
Parkplätze werden knapp
Narrentreffen als Herausforderung für Handel und Anlieger - Poppele hoffen auf Verständnis
Autor: (Südkurier) Gudrun Trautmann

Noch sind die meisten Singener mit den Vorbereitungen auf den Jahreswechsel beschäftigt, da sind die aktiven Gruppen des Poppele-Organisationskomitees schon längst in die heiße Phase der Vorbereitung auf das große Narrentreffen vom 23. bis 25. Januar in Singen eingetreten. Was das Großereignis für Geschäftsleute und Anlieger bedeutet, erläuterten die Veranstalter gestern.
Die letzte Verschnaufpause haben die Mitglieder der Poppele-Zunft wohl mit dem Weihnachtsfest hinter sich gelassen. Jetzt hat die ganz heiße Phase der Organisation des großen Narrentreffens an dem Wochenende 23., 24. und 25. Januar 2004 begonnen. Dazu gehört auch die Vorbereitung der Bevölkerung auf das Großereignis, auf das sich die Zunft schon seit einigen Jahren freut.
Behutsam haben die Narren seither versucht, auch die Geschäftswelt einzubinden. Grundsätzlich hatte der Handel seine positive Mitwirkung signalisiert. Nun rückt die Herausforderung in greifbare Nähe, so dass die einzelnen Betriebe in den Fußgängerzonen und entlang des Umzugsweges sich konkret auf den großen Besucheransturm einrichten können. Dazu gehört auch die rechtzeitige Information der Kundschaft über die eingeschränkten Parkmöglichkeiten in der Innenstadt. Es werden neben 30000 Narren rund 50000 Besucher an dem Wochenende erwartet, die auch potentiell Kunden der Einkaufsstadt Singen sind. Auch für die Anwohner selbst ist das Narrentreffen mit persönlichen Einschränkungen verbunden, weil sie teilweise durch die Umzüge in ihrer Mobilibät behindert werden. Zunftmeister Stephan Glunk bittet schon jetzt um Verständnis dafür.
Lange im Vorfeld sind Eva Maria Kappeler und Sandra Witteler vom Amt für öffentliche Ordnung in die Umzugspläne und die Parkplatzprobleme eingebunden worden. Weil die Großparkplätze während des Narrentreffens nicht zur Verfügung stehen, hoffen sie darauf, dass möglichst viele Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Auch entlang der Umzugswege werden Halteverbote ausgesprochen, die auch konsequent mit Abschleppaktionen durchgesetzt werden sollen.
Auf dem Herz-Jesu-Platz wird das große Festzelt stehen. Darüber hinaus werden verschiedene Zelte in den Fußgängerzonen aufgebaut. Der Aufbau wird schon in der Woche vor dem Narrentreffen beginnen und damit die normale Anlieferung der Geschäfte behindern. Eva Kappeler bittet die Geschäftsleute, möglichst wenig Sondernutzungen in den Straßenräumen zu beanspruchen, damit Anlieferung und Fußgängerverkehr reibungslos funktionieren können. "Vielleicht lassen sich Liefertermine ja auch etwas verschieben", hofft sie.
Das Festbüro (Telefon 07731/85687) befindet sich im Rathaus und ist von Freitag 15 Uhr bis Sonntag durchgehend besetzt. Einige Tiefgaragen werden in Narrenbeizen verwandelt und stehen für Pkw nicht zur Verfügung. Der Festplatz (Landesgartenschaugelände) wird für die Busse reserviert. Bisher haben sich 113 Zünfte angemeldet, die mit Bussen kommen.
Während des Treffens selbst, wird es mehrfach zu Vollsperrungen der Hauptstraße, Ekkehardstraße und Erzbergerstraße kommen. So am Freitag von 17 Uhr bis Samstagmorgen, 24. Januar bis 6 Uhr. Am Samstag werden die Straßen dann erneut am Nachmittag ab 13 Uhr gesperrt. Am Sonntag (bis 20 Uhr) wird die Sperrung dann noch erweitert bis zum Friedrich-Ebert-Platz, Praxedisplatz, Esso-Kreistankstelle, Posthalterswäldle, Reichenaustraße, Anton-Bruckner-Straße und Freiheitstraße. Individualreisende werden auf Parkplätze außerhalb der Kernstadt eingewiesen. Informationen gibt es bei der Straßenverkehrsbehörde, Telefon: 85617, 85618 und 85610 oder im Internet unter: www.stadtwerke-singen.de, sowie www.poppele-zunft.de.
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17.12.2003
Poppele-Festschrift fertig!

Autor: Hans Paul Lichtwald lichtwald@wochenblatt.net

Die Poppele-Festschrift für das Singener Narrentreffen vom 23. bis 25. Januar ist fertig gedruckt! Gestern wurde das Produkt aus dem Hause WOCHENBLATT in den Räumen des Gas-und E-Werks aus der Taufe gehoben. Im Kreise der Hauptsponsoren und der Verantwortlichen der Poppele-Zunft wurde stilecht mit Poppele-Sekt auf das 48seitige Werk, das im kommenden Jahr die Poppele-Zeitung ersetzt, abgestoßen.
Dr. Jürgen Becker hat die Spannung gespürt, die sich vor dem großen Narrentreffen langsam aufbaut, denn in sechs Wochen ist längst alles vorbei! Zunftmeister Stephan Glunk hakte da ein: Vieles brennt unter den Nägeln. Umso wichtiger sei es, dass die Festschrift fertiggestellt sei. Fastnächtlichen Geist wolle man damit über das Narrentreffen hinaus vermitteln.
Peter Peschka, der Verlagsleiter des Singener WOCHENBLATTs , erinnerte an die fast zweijährige Vorlaufzeit dieses ehrgeizigen Projekts, dass die wichtigsten Bräuche aller 68 Mitgliedszünfte der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte wie auch ihr Organisationsschema darstellt. Das gebe es zwar nicht auf Hochglanzpapier, dafür erscheine es aber mit über 50 000 Expemplaren Auflage, komme in die Hände der Menschen dieser Region und der Inhalt hoffentlich dann auch in ihre Herzen, sagte Peschka.
Am 21. Januar werden es die WOCHENBLATT-Leser in ihren Händen haben. Das sei ein Stück wichtiges Stadtmarketing nach Innen, sagte Peter Peschka im Beisein von Dr. Gerd Springe, dem Vorsitzenden von »singen aktiv«. Menschen aus 103 verschiedenen Nationen leben in Singen, sagte Peschka. Auch ihnen solle das närrische Brauchtum näher gebracht werden. Das sei der pädagogische Ansatz der Publikation. Und das sei auch kein Wunder, denn der Zunftmeister ein »bekennender Lehrer« sei. Stephan Glunk hatte die 68 Mitgliedszünfte um Texte gebeten. Dabei sei mal Sammler und mal Jäger gewesen, weil er vielen nachjagen musste.
Oberbürgermeister Andreas Renner unterstrich die Bedeutung des Narrentreffens für die Stadt Singen. Nach der Laga 2000 wolle man hier eine tolle Visitenkarte abgeben.
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03.12.2003
Kabarett statt Narrenspiegel
Programm für das Große Schwäbisch-Alemannische Narrentreffen steht
Die Vorbereitungen der Poppele-Zunft für das Große Narrentreffen vom 23. bis 25. Januar in Singen gehen in die Endphase. Für das Programm ist ein Ausschuss zuständig, in dem sich seit anderthalb Jahren junge und altgediente, in jedem Fall aber fasnetserfahrene Personen regelmäßig treffen.
 Der Ausschuss (sitzend von links): Angelika Kohler-Grimm, Franz Götz, Karl Glunk, Reinhild Kappes, (stehend) Gerlinde Ganther, Bruno Kutter, Uwe Seeberger, Peter Kaufmann, Wolfgang Trautwein, Sören Andersen, Christoph Schaible.

"Wir haben ein Programm zusammengestellt, das das schwäbisch-alemannische Brauchtum in seiner ganzen Vielfalt zeigt", sagt Stadtarchivarin Reinhild Kappes, die Vorsitzende des Programmausschusses. Dort wirkt neben Walter Fröhlich und Karl Glunk auch Franz Götz mit, der für die Eröffnungsveranstaltung im großen Festzelt an der Herz-Jesu-Kirche am Freitag, 23. Januar, um 20 Uhr an einem Kurzvortrag arbeitet, in dem wesentliche Erkenntnisse über den Poppele närrisch dargeboten werden. Dieser Freitag ist von den Programmmachern als "Singemer Tag" gedacht. Um 18.15 Uhr wird es einen Nachtumzug geben, zu dem alle Singener Narrenvereine und einige befreundete Narrenzünfte aus der Nachbarschaft eingeladen sind.
In der Kunsthalle wird es am Samstag, 24. Januar, um 19 Uhr und um 21.30 Uhr für diejenigen, die sich für 90 Minuten aus dem Trubel zurückziehen und ein fasnächtlich anspruchsvolles Programm erleben wollen, zwei Aufführungen mit dem Titel "90 Minuten Poppeles Kabarett" geben, bei dem Walter Fröhlich (Wafrö), Sigrun Mattes (die "Kueh vom Land") und "Die Dramatischen Vier" mitwirken. Diese zwei Aufführungen sind in erster Linie für die Mitglieder der Gastzünfte gedacht. Die Singener können Restkarten erwerben oder sich auf eine Wiederholung des Kabaretts am 6. und 7. Februar freuen. "Diese beiden Veranstaltungen in der Kunsthalle werden den Narrenspiegel ersetzen," sagt Narrenspiegelregisseur Karl Glunk. "Für einen ganzen Narrenspiegel in der Scheffelhalle haben wir auf Grund der Narrentreffenvorbereitungen einfach keine Zeit. Trotzdem wollen wir den Singemern die Narrenspiegelei nicht ganz vorenthalten."
Der Höhepunkt des Großen Narrentreffens wird der Große Narrensprung sein, in dem sich am Sonntag ab 12.15 Uhr alle Mitgliedszünfte der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte dem Publikum präsentieren werden. Das Singener Narrennest vom Rathaus zur Herz-Jesu-Kirche und von der Freiheit- zur Bahnhofstraße ist eine zusammenhängende Fläche, so dass es beim Schlendern von einer Besenwirtschaft zur andern keine weiten Wege geben wird. Der Programmausschuss hat für jedes Zelt und jede Besenwirtschaft ein Thema vorgegeben, das von den betreibenden Vereinen aufgenommen werden soll. "Außerdem," so Reinhild Kappes, "legen wir Wert darauf, dass es nirgendwo laute Krachmusik gibt. Dies steht in den Verträgen mit den Zeltbetreibern sogar drin." 
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12. November 2003
Poppele: »Kumm, mach mit!«
Autor: Hans Paul Lichtwald (Singener Wochenblatt)

Die Singener Poppele-Zunft fiebert spürbar dem Narrentreffen entgegen. So kurz und klar war gestern die Martini-Sitzung um 11.11 Uhr im »Krüüz«-Saal. Das Motto 2004 bewegt sich deshalb ganz auf der Höhe des Großereignissen vom 23. bis 25. Januar 2004 in Singen: »Kumm, mach mit!« Da derzeit alle voll im Stress sind, hielt auch Fritz Marxer seinen Jahresbericht an den Poppele sehr kurz. Er hatte nur drei Themen: Das Gerede über Reformen (». . . aber unser Geld ist weg«), den heißen Sommer (Hätte der Gemeinderat das Aachbad geschlossen, hätten ihn die Bürger erschlagen) und dann das Narrentreffen. Das habe drei Jahre Arbeit für 2,08 Tage Dauer gebracht!
Einer hatte seinen närrischen Biss nicht abgelegt: Ali Knoblauch. Auf Renners Stadthallenzug wollten auch die Gemeinderäte gerne aufspringen. Es sei nur die Frage, wer die Fahrkarten zahle! Aber vor der Gemeinderatswahl werde schon wieder alles flott versprochen. Die Abschaffung des grünen Pfeils an der Friedenslinde konnte er nicht verstehen. Der habe bei den Ossis ja auch viele Jahre bestens geklappt: Warum sollten dann die Singener blöder sein?!
Für den Hegau-Tower gebe es schon zwei Anfragen. Ein Bauer wolle seine Kuh dort einstellen, Popolius fehle ein solches Quartier auch noch. Eines klappe aber sicher in Singen: ein 18stöckiges Kebap-Haus!
Ihr Lied für das Narrentreffen haben die Leute vom »billig Jakob« auch schon geprobt: »Ä Wienerle« gab es erst am Narrenloch und dann als Lied auf der Bühne. Die große CD sei schon unterwegs.
Prominent ging es schon im »Krüüz« zu. Handel, Banken und Politik gaben sich ein Stelldichein. Das aktuellste Thema griff Stephan Glunk gleich zu Beginn auf: Die Lichterstadt Singen. Den Lichterglanz brauche man für die weihnachtliche Erleuchtung. Im nächsten Jahr könne man die Lichter schon im August brennen lassen, um für mitternächtliche Spaziergänge die romantische Atmosphäre zu haben! Das sei dann zeitgleich mit dem Einräumen der Schokoladennikoläuse in die Regale der Geschäfte und der Vorbereitung von Haloween als Fastnachtsersatz.
Dem Poppele wird der wache Blick seiner Zunft schon recht gewesen sein, schließlich wurde auch er ins rechte Licht gerückt. In einer Uraufführung spielten Bruno Kutter und Uwe Seeberger die Geschichte vom Poppele und dem Eierwieb. Stephan Gluncks Ergebnis: Die Eier wurden nicht zerschlagen, der Poppele ist eben kein böser Geist! Ihm kann sich die Zunft anvertrauen.
Peddi Schwarz hatte bei seiner Motto-Philosophie alle für das Narrentreffen motiviert. Mit Pessimisten könne man auch keinen Stall ausmisten, meinte er durchaus politisch: wer miteinander spreche und feiere, der finde Zukunftspektiven. Bei diesem Narrentreffen würden sogar noch die Schwaben unsere Brüder werden!
Dann trat Dr. Karl Glunk ans Mikrophon und sorgte dafür, dass Festpräsident Fritz Marxer keine Magenbeschwerden mehr habe, weil er nicht so viel hätte reden dürfen. Nach dem großen Schwäbisch-alemannischen Narrenpräsidenten Roland Wehrle dürfe man ab Martini nicht ins Häs schlüpfen, sonst werde der räs! In Sälen würde es ja noch geduldet, aber nicht auf der Straße. Dr. Glunk bekundete, er wäre gerne auf dem Weg zum »Krüüz« mit offenem Mantel gegangen. Der Präsident solle sich dann aber auch selbst vor Martini nicht im Narrenhäs von der Presse ablichten lassen! Da ging donnernder Beifall durch das »Krüüz«: Glunk bezeichnete sich einfach als wandelnde Umzugs-Ich-AG!  
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12.11.2003
Poppele trotzen dem Präsidenten
Fasnachts-Motto zum Großen Narrentreffen: Kumm, mach mit!
Autor: GEORG BECKER
(Südkurier)

Das Motto der Poppele-Zunft für die Fasnacht im Jahr des Narrentreffens heißt: "Kumm, mach mit!" Vorgestellt wurde bei der Martinisitzung auch eine neue Scheme für einen "Hoorige Bär", geschnitzt hat die Maske Hermann Schlenker aus Donaueschingen.
Recht alefänzig haben sich gestern die Narren bei der Sitzung der Poppele-Zunft im Krüüz-Saal gegeben. Trotz des anstehenden großen Schwäbisch-Alemannischen Narrentreffens vom 23. bis 25. Januar 2004 in Singen und trotz der freundlichen Aufforderung "Kumm, mach mit!", rieb sich der Ehren-Zunftmeister der Poppele-Zunft, Karl Glunk, an einem amtierenden Präsidenten. Der ist Chef der Schwäbisch-Alemannischen Narrenvereinigung und heißt Roland Wehrle. Er hat Zünften eine Rüge angedroht, deren Narren am Elftenelften im Häs außerhalb geschlossener Räume angetroffen werden.
Karl Glunk hielt den Bericht aus der Montagsausgabe im SÜDKURIER hoch und machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. Er kündigte dem obersten Brauchtumshüter der Schwäbisch-Alemannischen Narrenzünfte seine eigene Handhabe an Martini an. Er werde weiter mit Häs ins Krüüz gehen, zwar mit Mantel drüber, aber den trägt er weit offen. "Damit jeder glei verschtoht, wohin de Glunk mit Kutte goht."
Diese Art von Aufmüpfigkeit gefiel der versammelten Narrenschar. Die Poppele nahmen nicht nur andere, sondern auch sich selbst auf die Schippe. Das Durcheinander an allen Ecken und Enden im erleuchteten Singen beleuchtete Zunftmeister Stephan Glunk. Da werden die Lichterketten künftig zwecks "Romantisierung der Sommernächte bereits Mitte August eingeschaltet" und "an Martini steigt der Poppele aus seiner Gruft, obwohl er erst nach Dreikönig auf die Straße geht."
Im Saal ist ja der Poppele-Zunft als Mitglied der Schwäbisch-Alemannischen Narrenvereinigung der Auftritt erlaubt. Und Zurückhaltung am Rednerpult nur eine Zeitfrage. Zunftkanzler Fritz Marxer hielt sich an die vorgegebene Redezeit "von drei bis fünf Minuten" und handelte drei große Themen ab: "Reformen 2003, Sommer 2003 und Narrentreffen 2004 im Jahr 2003." Auch Peddy Schwarz lieferte am Mikrofon den Beweis, warum es für einen Poppele ein Leben ohne Gedanken an das Narrentreffen nicht geben kann. Den Eintritt ins Vip-Zelt, den will er sich sparen: "Hundert Euro inklusive, da kannsch de Umzug glatt vergesse, do musch doch den Hunderter glatt verfresse."
Pfiffig wie immer präsentierte sich Ali Knoblauch am Martinitag. Er zieht mit Vergnügen den ein oder anderen und die städtische Wohnbaugesellschaft GVV durch den Kakao. Falls der Hegau-Tower doch nicht kommen sollte, empfiehlt Knoblauch einen anderen Bau: "Was immer geht im Land, ein 18-stöckiger Kebab-Stand." 
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06.11.2003
Dekoration für die Stimmung

Poppele-Zunft will die Kulisse

Fasnächtlich geschmückt sollen sie sein, die Straßen und Geschäfte im Narrennest und am Umzugsweg beim Großen Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte in Singen. Die Mitglieder des Dekorationsauschusses der Poppele-Zunft haben sich darüber Gedanken gemacht, wie die Einwohner von Singen zum Gelingen des Narrentreffens ihren Beitrag leisten können.
Jeder soll mitmachen
"Eine fasnächtlich dekorierte Kulisse sorgt schon von sich aus für eine gute Stimmung", weiß Reiner Mauch, der Vorsitzende des Deko-Auschusses, aus eigener Erfahrung. Er richtet an alle Haushalte und Geschäfte die Bitte, sich fasnächtlich ins Zeug zu legen. Mit von den Zunftmitgliedern hergestellten Dekomaterialien kann die Poppele-Zunft aushelfen: Käuflich sind farbige Narrenfiguren aus Sperrholz in zwei Größen, meterweise Narrenbändel und rote oder weiße Poppelefahnen zu erwerben.
Kreativität gewinnt

In einem eigens hergestellten und an die Haushalte im Narrennest und am Umzugsweg verteilten Verkaufsprospekt wurde jüngst auf diese Kaufmöglichkeit hingewiesen. Besonders kreative Dekorationen von Häusern und Geschäften sollen in einem Wettbewerb ausgezeichnet werden. Eine Jury wird in der Woche vor dem Narrentreffen und am Narrentreffen selbst die Gewinner ermitteln. Die Ansprechpartnerin des Deko-Ausschusses bei den Poppele ist Uli Schwarz, Telefon 07731-41996
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05.11.2003
Große Fahnenschau
Poppele-Zunft eröffnet am 11.11. die Ausstellung

Noch bevor am 11.11. ab 11.11 Uhr der Poppele in der Martinisitzung im Krüüz-Saal (Gems) beschworen wird, finden sich Poppele-Zünftler und Gäste um 10 Uhr im Bürgersaal des Rathauses zusammen, um die Ausstellung "Fahnen für das Große Narrentreffen" zu eröffnen. Hier werden für eine Woche alle fast vierhundert Fahnen ausgestellt sein, die vor der letzten Fasnet in einem Wettbewerb fast aller Singener Schulen entstanden sind. Diese Fahnen werden beim Großen Narrentreffen im kommenden Januar, in Fünferreihen aufgehängt, die Ekkehardstraße schmücken.
Der Besucher der Ausstellung, die vom Dienstag, 11. November, bis einschließlich Montag, 17. November, täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet ist (Sonntag, 16. Januar ab 13 Uhr: Geschlossene Veranstaltung), kann sich in aller Ruhe ein Bild von der fasnächtlichen Kreativität der Singener Schülerinnen und Schüler machen
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5. November 2003
City wird zum Narrennest
Autor: Hans Paul Lichtwald lichtwald@wochenblatt.net

Zunftkanzler Fritz Marxer hat kurz vor dem Fastnachts-Auftakt an Martini um 11.11 Uhr im »Krüüz« nochmals alle Protokolle der zwölf Arbeitsgruppen für das Große Narrentreffen vom 23. bis 25. Januar 2004 in Singen durchgearbeitet: Welche Fragen müssen noch geklärt werden? Seit zweieinhalb Jahren wird das Narrentreffen akribisch vorbereitet. Doch jetzt wird es ernst, denn die Umsetzung vieler Beschlüsse steht einfach an. Ein Beispiel die Gema: Angemeldet sind alle Musikveranstaltungen, nur die Antwort fehlt noch. Auch hier geht es um das Kostenmanagement. Viele Vorleistungen hat zum Beispiel der Dekorationsausschuss erbracht. Große Narrenfiguren entstanden, die jetzt zur Dekoration der eigenen Häuser erworben werden können. An Martini wird ab 10 Uhr im Bürgersaal die Fahnenausstellung für das Große Narrentreffen zu sehen sein. Bis 17. November ist sie täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Rund 3000 Briefe flatterten in den letzten Wochen in die Briefkästen der Innenstadt. Mit dabei war die »ultimative Einkaufsliste zur Verschönerung Ihres Hauses«. Die ganze City soll zum Narrennest werden - und da können und sollen alle mithelfen. Ansprechpartnerin ist Uli Schwarz (07731/41996).
Die Plakate, die Matthias Wengenroth gestaltet hat, sind bis Martini auch fertig. Sie sollten in zahllosen Schaufenstern bis zum Narrentreffen zu sehen sein. Dieser in Rot gehüllte Poppele wird die Menschen in der Region sowieso künftig auf Schritt und Tritt begleiten. Alle Werbemittel tragen das Signet. Das war die Absicht des Werbeausschusses, der einen einheitlichen Auftritt der Stadt Singen als Narrenhochburg angestrebt hat.
Das ist bis jetzt lückenlos gelungen, denn das von Berta Mattes-Stoffel bereits vor zwei Jahren geschaffene Signet wird ebenso in allen Werbeträgern wiedererkennbar sein. Und die Orden und Plaketten verwenden dieses Motiv weiter. Als Holzfiguren sollen Rebwieb, Zunftgeselle, Hansele und Hooriger Bär die Innenstadt beleben. Verschieden gekleidete Stofffiguren gibt es zudem. Große und kleine Poppele-Fahnen sollen auch die Häuser zieren. Narrenbändel kann man auch kaufen für 1,50 Euro der laufende Meter.
Um die Verschönerung der City noch interessanter zu machen, gibt es auch einen Wettbewerb, wer das am schönsten dekorierte Haus hat. Ab 3. Januar 2004 wird die Poppele-Zunft mit der Dekoration der Straßen ihrerseits bereits beginnen. Auf das Einverständnis der Hausbesitzer hofft sie bis zum 11.11. 2003.
Bewusst ist der Poppele-Zunft natürlich auch, wie sehr das dreitägige Narrentreffen ein Eingriff in das Leben der ganzen Stadt sein wird. Die City wird zu einer kleinen Zeltstadt. Festgelegt ist, welche Vereine welche Narrenbeizen und Zelte bewirten werden. Die Zunft hat bereits vor zwei Jahren alle Toilettenwagen angemietet, die sie in der großen Region bekommen konnte. Auch das soll ein Qualitätsmerkmal für dieses Narrentreffen sein, bei dem 68 Narrenzünfte mit rund 13 000 Hästrägern beim großen Narrensprung zu sehen sein werden. Der Plakettenverkauf läuft jetzt schon an, damit die Grundbasis in Singen und in der Nachbarschaft früh versorgt werden kann. Für 3 Euro gibt es viel zu erleben, sogar noch eine nächtliche Heimfahrt im öffentlichen Personen-Nahverkehr. Alles inklusive.
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17.10.2003
14 Zelte für das Narrentreffen
Flyer für Großereignis im Januar ist da - Plaketten ab 8. November erhältlich 

Singen (sgr) Unter Dach und Fach ist seit dieser Woche der Vertrag zwischen der Konstanzer Firma Stromeyer Zeltbau und der Poppele-Zunft. 14 Zelte wird der Zeltbauer für das Große Narrentreffen im Januar 2004 in der Innenstadt aufstellen. Auch der Flyer für das Großereignis ist gerade druckfrisch erschienen.
Noch gut drei Monate haben die Organisatoren Zeit, das Große Narrentreffen vorzubereiten. Um einen Großteil der Gäste an diesem Wochenende bewirten zu können, stellt die Firma Stromeyer aus Konstanz für die Poppele-Zunft 14 Zelte auf. "Darin können wir einschließlich der vier einbezogenen Tiefgaragen insgesamt rund 10000 Gäste bewirten," sagte Cheforganisator Fritz Marxer beim Pressegespräch anlässlich der Unterschreibung des Vertrages mit dem Geschäftsführer der Firma Stromeyer, Michael Hess. Dank vieler Vorgespräche mit Singener Vereinsvertretern konnte man 12 der 14 Zelte an andere Vereine vermieten.
Auf eine Fläche von 800 Metern Länge und 300 Metern Breite wird sich das Narrennest während des Narrentreffens konzentrieren, erläuterte Fritz Marxer das Konzept des Narrentreffens der kurzen Wege. In diesem Bereich werden die 14 Zelte, jedes mit einem eigenen Motto, stehen. Vom Riesenzelt mit einer Grundfläche von 25 mal 50 Metern und Platz für 3000 Leute bis zum kleinen Zelt für 150 Personen ist jede Größe dabei. Auch ein Riesenbarzelt ist an das Zelt 1 der Singener Industrie am Herz-Jesu-Platz angegliedert.
Für die Firma Stromeyer ist es nicht nur ein Novum, dass sie die Zelte in den Tagen vor dem Ereignis selbst aufstellt, auch dürfen in der Innenstadt keine festen Verankerungen vorgenommen werden. "Diese Vorgabe hat der Vorsitzende des Bewirtungsausschuss, Jogi Kohnle, mit der Wahl der Standorte bestens gelöst", sagte Michael Hess. Wenn die Zelte stehen, haben die Vereine dann die logistische Meisterleistung zu vollbringen, diese mit Inventar zu bestücken. Dieses wird von der Brauerei Fürstenberg gestellt.
Um ein sauberes Fest zu gestalten, haben die Organisatoren sich bei der Bewirtung für ein Pfandsystem mit Hartplastikbechern entschieden, sagte Zunftmeister Stephan Glunk. Diese können in allen Zelten zurückgegeben werden. Einzige Ausnahme: Im Zelt 1 der Singener Industrie wird mit professionellen Bedienungen in Gläser ausgeschenkt. Wo sich welche Zelte und andere Besenwirtschaften zur Einkehr befinden und was sonst noch beim Narrentreffen geboten ist, zeigt der ausführliche Flyer, der gerade in einer Auflage von 50000 Stück gedruckt wurde. Der Plakettenverkauf beginnt am 8. November. Mit der Plakette für drei Euro bekommt der Besucher Zutritt zu den Zelten und Besenwirtschaften sowie zum großen Narrensprung am Sonntag, 25. Januar 2004.
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15. Oktober 2003
Staunen über Poppele-Leistung bei Herbstarbeitstagung
Autor: Hans Paul Lichtwald (Singener Wochenblatt)

Singen/Löffingen (li). Bei der Herbstarbeitstagung der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte in Löffingen hat sich die Poppele-Zunft im Blick auf das Narrentreffen 2004 glänzend präsentieren können. Mit einer Informationsmappe wurden die anderen 67 Mitgliedszünfte überrascht, denn noch nie gab es zu diesem Zeitpunkt fertige Plaketten und Flyer mit den kompletten Daten zum Narrentreffen. Den riesigen Vorbereitungsaufwand auch finanzieller Art würdigte auch Präsident Roland Wehrle. Dass dies nur durch starke Sponsoren möglich war, wissen alle. Deren Suche wurde professionell vorbereitet. Und für den Druck der Sponsorenmappe brauchte man gleich am Anfang einen: Holger Bimczok machte es möglich. Die damals geschaffenen Grundlagen für die Zunftpräsentation werden weiter verwendet: So richtet sich der Blick jetzt schon auf die Info-Mappen für die Medienvertreter, die beim Narrentreffen noch einmal ein ganz anderes, so fröhliches Bild von Singen einfangen sollen. Bei der Herbstarbeitstagung hatte Quartiermeister Uli Götz den wichtigen Part zu übernehmen: Wer ins Massenquartier will, muss vorher gezahlt haben. nach oben>>>

 
08. Oktober 2003
Poppeles Sponsoren
Busse fahren bereits mit Fastnachtsplakat
Autor: Hans Paul Lichtwald (Singener Wochenblatt)

Für die Poppele-Zunft war es ein wichtiger Tag: Das erste Plakat klebt auf der Rückseite der Stadtlinienbusse, die jetzt bis zum Narrentreffen vom 23. bis 25. Januar 2004 Werbung dafür fahren werden. Am Donnerstag erlebten die Sponsoren den kleinen Festakt mit, denn er signalisiert, dass die heiße Phase der Vorbereitung des Narrentreffens längst angebrochen ist. Thomas Wittenmaier von den Stadtwerken präsentierte einen nagelneuen Bus, der die von den Grafikwerkstätten Kornmayer geschaffenen Folien genau da trägt, wo zuletzt Otto Dix präsentiert wurde. Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk stellte mit dem Werk auch dessen Schöpfer vor: Grafiker Matthias Wengenroth. Er hat den Poppele in ein dunkles Rot getaucht, das durch einen Hauch Margenta in den kommenden Wochen und Monaten unübersehbar sein wird. Glunk präsentierte auch die Hauptsponsoren, die das Narrentreffen durch ihr Engagement erst zu einem Ereignis für das Stadtmarketing werden lassen. Deren Embleme werden auch zahlreichen Veröffentlichungen zum Narrentreffen zieren: Fürstenberg, Sparkasse, Ottilien-Quelle, WOCHENBLATT, Gas-und E-Werk, Coca Cola, Stadtmarketing und Singener Industrie und Südkurier. Die Kampagne soll eine große Werbeaktion für Singen werden. Da wolle man nahtlos an die Landesgartenschau anknüpfen. Nach oben>>>
 

06.10.2003
Poppele statt Dix auf Bussen der Stadtlinie
Sponsoren und Akteure freuen sich über neues Banner
Autor: (Südkurier) Gudrun Trautmann
Die Poppele wollen die Bürger so langsam auf das große Narrentreffen 2004 in Singen einstimmen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich wünschen, dass möglichst viele Bewohner der Innenstadt mitfeiern, wenn das große Fest vom 23. - 25. Januar in den Straßen und Kneipen wogt. Deshalb habe die Zunft sich entschieden, schon jetzt mit Plakaten auf Bussen auf das Großereignis aufmerksam zu machen, erklärte Zunftmeister Stephan Glunk bei der Präsentation der ersten Busaufschrift. Und weil ein solches Großereignis nicht ohne Unterstützung von außen möglich ist, hat Glunk die Hauptsponsoren und Akteure zusammen gerufen. Sie konnten sich davon überzeugen, dass ihre Firmenlogos richtig plaziert sind.
Um den Bus versammeln sich links die Akteure: Stephan Glunk, Dieter Bauer, Fritz Marxer, Matthias Wengenroth und Oliver Müller. Rechts haben sich zum Foto aufgestellt die Sponsoren (vorne): Ralf Futterknecht (Fürstenberg), Clemens Fleischmann (Ottilienquelle), Anatol Hennig und Peter Peschka (Wochenblatt), Jürgen Becker (Gas- und E-Werk). In der hinteren Reihe stehen Günter Holtkamp (Coca Cola), Claudia Kessler-Franzen von Singen aktiv (für die Singener Industrie) und Redakteurin Gudrun Trautmann  (SÜDKURIER). Auf dem Bild fehlt ein Vertreter der Sparkasse Singen-Radolfzell
Wir haben für die Werbung das beste Stück, nämlich das Hinterteil unserer Busse hergegeben, sagte Thomas Wittenmaier von den Singener Stadtwerken. Zwölf Busse werden fortan mit der in Rottönen gehaltenen Poppelefigur herumfahren, deren Vorlage Matthias Wengenroth in Öl gemalt hat. Umgesetzt hat das Plakat Oliver Müller von Kornmayer.
Für alle, die befürchten, dass die Fasnacht jetzt schon beginnt, gaben Zunftmeister Glunk, Kanzler Fritz Marxer und Säckelmeister Fritz Marxer Entwarnung: Wir schmücken erst nach Weihnachten. Aber wir hoffen auf eine große Außenwirkung und hoffen, an die großen Singener Feste wie Gartenschau und Landesturnfest anknüpfen zu können.
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30.09.2003
Poppele tanzen auf dem Hohgarten
234 Schüler halten ausgesägte Figuren der Zunft - Dekorationsausschuss voll im Einsatz
Autor: (Südkurier) JACQUELINE WEISS

Auf dem Hohgarten herrscht Gedränge und Gewusel. 234 Schülerinnen und Schüler aus der 5. und 6. Klasse der Ekkehardrealschule dürfen vom Balkon des Neefschen Büros eine der ausgesägten Fasnetsfiguren der Poppele-Zunft in Empfang nehmen. Jeder Schüler hält dann einen solchen bunten „Holzkameraden in Händen, mancher hält ihn hoch und so scheint sich die Menge verdoppelt zu haben. Nach einer viertel Stunde ist der Spuk vorbei, der Hohgarten wie leergefegt.
Die Schüler haben ihre Figuren wieder abgegeben und Zunftmeister Stephan Glunk schickt die Kinder klassenweise in die Schule zurück. Für sie war es ein kurzer Pausenspaß, aber eine gute kleine Einstimmung auf ein großes Fest. Das „Große Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte vom 23. bis 25. Januar 2004 rückt näher.
Es wird eine logistische Meisterleistung für die Poppele-Zunft. Seit einem Jahr arbeiten allein im Dekorations­ausschuss 400 Leute. 306 Holzfiguren von den verschiedenen Figuren der Zunft, wie dem Hansele, dem Rebwieb, dem Hoorigen Bär oder dem Zunftgesellen wurden aus Sperrholz gefertigt. Sie sollen die Zunft in der Stadt repräsentieren. Dem Narrenpolizisten kommt eine besondere Aufgabe zu: Er wird dem närrischen Publikum als Wegweiser dienen. Die an­deren werden die Zelte und Besen­wirtschaften dekorieren. Es gibt sie in zwei Größen: mit zwei Metern und mit 1,20 Metern Höhe liebevoll bemalt und lackiert. Aber das ist noch nicht alles: 250 Strohfiguren werden beim Narrentreffen in Bäumen und auf Straßenlaternen hocken. Am Eingang von Singen wird ein 3,80 Meter hoher Hooriger Bär aus Stroh das närrische Volk begrüßen. Dazu haben die Rebwieber 22 Kilometer Narrenbändel hergestellt und 5000 Rebwieber-Säckle, in denen je zwei Kopfwehtabletten zu finden sind. „Falls einer mal Kopfweh kriegt, sagt Rebwiebermodder Angelika Waibel. Und das könne bei so einem Narrentreffen ja schon Mal passieren.
Dem Dekorationsausschuss stehen noch einige arbeitsreiche Wochen bevor. „Wir machen jetzt die Arbeitspläne für die Helfer, sagt Reiner Mauch erster Vorsitzender des Ausschusses. In denen wird dann festgelegt wer, wo, wann, was aufhängt. Und dann kön­nen sie kommen die 68 Zünfte und 14 000 Hästräger, die erwartet werden.
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17. September 2003
Narrentreffen als Marketing
Autor Hans Paul Lichtwald (Singener Wochenblatt)

Singen. Vom 23. bis 25. Januar 2004 wird Singen ein einziges Narrennest sein. Denn dann ist das große, nur alle vier Jahre stattfindete, Narrentreffen der Vereingung Schwäbisch-Allemannischer Narrenzünfte (VSAN) unterm Twiel. 50 000 Umzugsplaketten warten auf ihre Käufer. Elf Zelte werden die City in einen närrischen Themengarten verwandeln.
Zum Startschuss in die heiße Vorbereitungsphase traten die Verantwortlichen am Montagabend vor die Presse. Die Stadt werde alles tun, damit das Narrentreffen ein Erfolg werde, sagte Oberbürgermeister Andreas Renner. Nicht nur für ihn ist das Großereignis mit vier Stunden Live-Übertragung im »Dritten« ein Marketing-Auftritt für Singen. So sieht es auch VSAN-Präsident Roland Wehrle, dessen 68 Mitgliedszünftige nur hier alle vier Jahre zu sehen sind. Er rechnet mit Festumsätzen zwischen vier und sechs Millionen Euro!
Für die Vereinigung ist es seit der Gründung 1924 das 20. Treffen überhaupt erst. 1960 war Singen schon einmal Ausrichter. Da war es bitter kalt, woran sich auch Wehrle noch erinnert. Es war sein einziges Narrentreffen überhaupt, das er ohne Funktion ganz als Narr erlebt hat. Das Narrennest der kurzen Wege priesen Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk und Organisationschef Fritz Marxer an. Es soll ein Fest für alle Generationen werden, Live-Musik gibt es in den drei größten Zelten rund um die Feststunden. Das größte Zelt mit 2500 Plätzen wird an der Herz-Jesu-Kirche stehen, am Hohgarten werden ebenbso Brauchtumsvorführungen zu erleben sein wie vor Heikorn.
Der Auftaktabend am Freitag vereinigt die Singener Narrenzünfte und ihre Freunde aus der Nachbarschaft bei einem Fackelumzug. Samstag wird der Narrenbaum am Nachmittag gestellt. Am Sonntag beginnt der Narrensprung um 12.30 Uhr.
Die ganze City wird umdekoriert, allein 250 Holzfiguren werden derzeit gebaut und bemalt. 23 Kilometer Bändel sind bereits fertig. Unzählige fleißige Hände sind hier tätig.
Zum Stadtmarketing gehört die Werbung für das Narrentreffen. Da wurde nun am Montag das Plakat von Matthias Wengenroth erstmals präsentiert. Der Poppele wird dunkelrot von allen Werbeträgern leuchten. Es wird ihn von Großplakatflächen geben, in Schaufenstern, auf dem Flyer und der Festschrift, die im WOCHENBLATT derzeit gerade gestaltet wird.
Von einer »närrischen Olympiade« sprach Präsident Roland Wehrle am Montag. 14000 Teilnehmer werden am Umzug erwartet, 150 Häser maximal pro Zunft. Bis 3.30 Uhr werden am Sonntagmorgen die Busses des Nahverkehrs unterwegs sein: Ein gigantisches Narrentreffen nimmt seinen Lauf.
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16.09.2003
Mit Plakat und Plaketten
Poppele-Zunft startet Werbung für das Große Narrentreffen
Autor: (Südkurier) GEORG BECKER

Mit diesem Plakat macht die Poppele-Zunft Werbung für das Narrentreffen. Es ist gestaltet von Matthias Wengenroth und zeigt den Poppele und den Hoorige Bär, links ist das Logo des Narrentreffens eingeblockt. Ein Flyer mit diesem Motiv und den Umzugswegen am Narrentreffen wird in einer Auflage von 50000 Stück gedruckt
Der Termin rückt immer näher, die Poppele-Zunft hat gestern Abend Plaketten und Plakat für das Große Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte vom 23. bis 25. Januar 2004 präsentiert. Zum großen Narrensprung werden 68 Zünfte und 14000 Hästräger in Singen erwartet. Elf Arbeitsgruppen und rund 110 Zunftmitglieder sind direkt mit der Organisation des dreitägigen Großereignisses befasst. Nicht mitgerechnet sind die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die Fasnachtsfiguren sägen und bemalen oder 23 Kilometer Fasnachtsbändel nähen. Chef-Organisator und Zunftkanzler Fritz Marxer nennt es ein gigantisches Unternehmen. Roland Wehrle, Präsident der Narren-Vereinigung, glaubt mit einer Million Fernsehzuschauer beim Umzug an ein wahrhaft olympisches Unternehmen. Oberbürgermeister Andreas Renner erkennt es als große Ehre für die Stadt Singen an, das Narrentreffen bekommen zu haben. Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk hofft auf gutes Wetter.ieter Bauer, Säckelmeister der Poppele-Zunft, taxiert den Etat für das Unternehmen Großes Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte auf mehrere tausend Euro. Ein gewaltiger Betrag, der sich aber bei der Betrachtung der Einzelposten schnell relativiert. So hat die Zunft für die Zeit des Narrentreffens einen Sicherheits-Dienst verpflichtet, elf Zelte im Narrennest Singener Innenstadt werden aufgebaut, ein separater Stromkreis muss gelegt und mehrere Klosettwagen aufstellt werden.
    Dazu kommen Kosten für die Zuschauertribünen, Heizkosten für die Zelte und Gagen der Musikgruppen. Die Poppele bewirtschaften selbst nur das große Zelt auf dem Herz-Jesu-Platz, treten sonst aber als Großhändler für die Versorgung der beteiligten Vereine auf. Bauer: Wir übernehmen dafür 75 Prozent der Zeltkosten, auch die vielen Musikbands bezahlen wir.
Die Hautpeinnahmen für die Poppele-Zunft bei diesem Narrentreffen sind deshalb die Erlöse über die Narrenplakette. Es gibt sie als einfache Version für drei Euro und als vergoldete Sammlerplakette (siehe Bild rechts) für fünf Euro. Mit diesen Einnahmen, den Beiträgen der Sponsoren und den Spenden hoffen die Poppele ihre Kosten decken zu können.
Jenseits aller Kosten sieht der überregionale Präsident Wehrle alleine durch das Narrentreffen einen Kaufkraftzuwachs von vier bis sechs Millionen Euro auf ganz  Singen zu rollen. Stephan Glunk will was anderes: Dass wir uns mit dem Narrentreffen in die Tradition der Großen Veranstaltungen in Singen einreihen. Das glaubt sein Kanzler Marxer ganz gewiss: Wir werden die Stadt nachhaltig verändern.
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Mittwoch 17. September 2003
Narrentreffen als Marketing

Autor Hans Paul Lichtwald (Singener Wochenblatt)

Singen. Vom 23. bis 25. Januar 2004 wird Singen ein einziges Narrennest sein. Denn dann ist das große, nur alle vier Jahre stattfindete, Narrentreffen der Vereingung Schwäbisch-Allemannischer Narrenzünfte (VSAN) unterm Twiel. 50 000 Umzugsplaketten warten auf ihre Käufer. Elf Zelte werden die City in einen närrischen Themengarten verwandeln.
Zum Startschuss in die heiße Vorbereitungsphase traten die Verantwortlichen am Montagabend vor die Presse. Die Stadt werde alles tun, damit das Narrentreffen ein Erfolg werde, sagte Oberbürgermeister Andreas Renner. Nicht nur für ihn ist das Großereignis mit vier Stunden Live-Übertragung im »Dritten« ein Marketing-Auftritt für Singen. So sieht es auch VSAN-Präsident Roland Wehrle, dessen 68 Mitgliedszünftige nur hier alle vier Jahre zu sehen sind. Er rechnet mit Festumsätzen zwischen vier und sechs Millionen Euro!
Für die Vereinigung ist es seit der Gründung 1924 das 20. Treffen überhaupt erst. 1960 war Singen schon einmal Ausrichter. Da war es bitter kalt, woran sich auch Wehrle noch erinnert. Es war sein einziges Narrentreffen überhaupt, das er ohne Funktion ganz als Narr erlebt hat. Das Narrennest der kurzen Wege priesen Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk und Organisationschef Fritz Marxer an. Es soll ein Fest für alle Generationen werden, Live-Musik gibt es in den drei größten Zelten rund um die Feststunden. Das größte Zelt mit 2500 Plätzen wird an der Herz-Jesu-Kirche stehen, am Hohgarten werden ebenbso Brauchtumsvorführungen zu erleben sein wie vor Heikorn.
Der Auftaktabend am Freitag vereinigt die Singener Narrenzünfte und ihre Freunde aus der Nachbarschaft bei einem Fackelumzug. Samstag wird der Narrenbaum am Nachmittag gestellt. Am Sonntag beginnt der Narrensprung um 12.30 Uhr.
Die ganze City wird umdekoriert, allein 250 Holzfiguren werden derzeit gebaut und bemalt. 23 Kilometer Bändel sind bereits fertig. Unzählige fleißige Hände sind hier tätig.
Zum Stadtmarketing gehört die Werbung für das Narrentreffen. Da wurde nun am Montag das Plakat von Matthias Wengenroth erstmals präsentiert. Der Poppele wird dunkelrot von allen Werbeträgern leuchten. Es wird ihn von Großplakatflächen geben, in Schaufenstern, auf dem Flyer und der Festschrift, die im WOCHENBLATT derzeit gerade gestaltet wird.
Von einer »närrischen Olympiade« sprach Präsident Roland Wehrle am Montag. 14000 Teilnehmer werden am Umzug erwartet, 150 Häser maximal pro Zunft. Bis 3.30 Uhr werden am Sonntagmorgen die Busses des Nahverkehrs unterwegs sein: Ein gigantisches Narrentreffen nimmt seinen Lauf.
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Mittwoch, 13. August 2003
Poppele müssen vorschwitzen
Autor Hans Paul Lichtwald (Singener Wochenblatt)

Singen. Vor über zwei Jahren begann die Singener Poppele-Zunft ihren Vorbereitungsmarathon für das Große Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte vom 23. bis 25. Januar 2004. Dann werden alle 68 Mitgliedszünfte beim großen Narrensprung zu sehen sein. Und das gibt es nur alle vier Jahre zu erleben! Bis zu 50 000 Zuschauer werden dazu in Singen erwartet. Diese Großveranstaltung fordert nicht nur den Zunftrat sondern alle tausend Mitglieder der Zunft. Viele von ihnen gestalten seit Monaten Dekorationselemente und nähen kilometerlange Festbändel. Andere schaffen die organisatorischen Voraussetzungen für das Fest.
Mit den Vorsitzenden der Arbeitskreise tagt der Vorstand im Festkommitee einmal monatlich, so zuletzt am Montagabend in der Zunftschüür. Hier laufen bei Fritz Marxer, dem Zunftkanzler und Festpräsidenten, alle Fäden zusammen. Entscheidungen sind in den letzten Wochen für die Werbung gefallen, referiert Marxer: Im Umkreis von 35 Kilometern wird das Narrentreffen auf Großplakatflächen angekündigt. Die Singener Stadtlinie wird nach Otto Dix die Züge des Poppele tragen, die Matthias Wengenroth in einem Acrylbild ganz in ein Rot getaucht hat. Dieses Plakatmotiv wird auch die Festschrift auf dem Titel tragen, die in Zusammenarbeit mit dem WOCHENBLATT herausgegeben werden wird.

Werbung für Singen und den Hegau soll das Narrentreffen sein, ein kraftvolles Stück Stadtmarketing. Ausschließlich dafür dienen die Gelder der Sponsoren, die dieses Narrentreffen mittragen. Mitveranstalter ist die Stadt Singen, die hier auch einige Türchen öffnen kann. Das beginnt bei Versicherungsfragen oder auch der Einbeziehung der Stadtlinie in die nächtliche Verkehrsanbindung.
Große Resonanz gefunden hat der Nachtumzug am Freitagabend beim Narrentreffen. 23 Zünfte aus der Nachbarschaft und zwölf Musikkapellen haben sich bereits angemeldet, berichtet Bruno Kutter. Bis Ende August läuft noch die Anmeldungsfrist. 1500 Hästräger sind also sicher, eine großartige Kulisse verspricht dies zu werden. Das soll ein Abend unter Nachbarn im Hegau werden.

Das große Festzelt mit 2200 Plätzen auf dem Herz-Jesu-Parkplatz wird der Poppele-Fanfarenzug betreiben. Insgeheim hatte man bei der Zunft auf eine Live-Übertragung aus dem Zelt am Samstagmorgen mit dem SWR 4 gehofft. Das alles hatte es 1985 noch zum Nulltarif beim damaligen Narrentreffen mit dem »Frohen Wochenende« gegeben. Mit einigen tausend Euro wollte die Zunft aber nicht auf ungewisse Programmangebote setzen. So die Entscheidung am Montagabend: Mit Kräften aus der Region soll ein zünftiger Frühschoppen am Samstag, 24. Januar, im großen Zelt steigen.
Dann gab es noch eine angenehme Entscheidung nach schweißtreibenden drei Stunden zu treffen: Welcher Sekt soll der Festsekt 2004 werden? Anonym wurde bewertet. Die Entscheidung fiel mit großer Mehrheit. Was es zu trinken geben wird, bleibt aber dennoch weiter das Geheimnis. 
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Mittwoch, 21. Mai 2003
Narrentreffen rückt näher

Autor (Singener Wochenblatt)

Singen (swb). Die Vorbereitungen der Poppele-Zunft für das Große Narrentreffen im nächsten Jahr laufen auf Hochtouren. Nach der Informationsveranstaltung für die Singener Vereine hatten die Organisatoren um Zunftkanzler Fritz Marxer nun die Singener Gastronomen im Narrennest in die Zunftschüür eingeladen, um sie über Organisation und Ablauf des Narrentreffens zu unterrichten. Dabei verwiesen Fritz Marxer und der für den Wirtschaftsbetrieb zuständige Jogi Kohnle auf die Notwendigkeit, die vielen Narren und Besucher von Freitag, 23. Januar, bis Sonntag, 25. Januar, zu verköstigen. Dabei sei es notwendig, dass sich die Gaststätten im Narrennest, das sich vom Rathaus zur Herz-Jesu-Kirche und von der Bahnhofstraße zur Freiheitstraße erstrecken wird, auf einen großen Besucherstrom einstellten. Zusätzlich sei auch eine Verköstigung auf der Straße erwünscht, dabei sei jedoch darauf zu achten, dass die hierfür notwendigen Gestattungen allein bei der Poppele-Zunft eingeholt werden dürften. Jogi Kohnle machte deutlich, dass dies auch für alle Vereine und Privatleute nicht nur im Narrennest, sondern auch am Umzugsweg gelte. Zu einem Vorgespräch trafen sich die Macher der Poppele-Zunft mit dem Team des SWR-Fernsehens, das den Umzug beim Großen Narrentreffen live übertragen wird. SWR-Redaktionsleiter Gerd Motzkus und Regisseur Matthias Weik zeigten sich dabei beeindruckt vom Stand der Vorbereitungen. Bei einer Ortsbegehung wurde festgelegt, dass die Fernsehkameras an denselben Standorten stehen werden wie beim Umzug beim Stadtjubiläum 1999, nämlich am Eingang zur Ekkehardstraße vom Hohgarten her. Dort wird beim Narrentreffen, von Osten kommend, der Umzug enden. Zwei der Wünsche des Fernsehteams bestanden im übrigen darin, die im Winter kahlen Bäume am Eingang der Ekkehardstraße fernsehgerecht zu dekorieren und den Teerbelag der Straße schon vor Beginn des Umzugs mit Hilfe von Stroh zu verschönern. Der Umzug wird von Werner Metzger und Sonja Schrecklein kommentiert werden.  Nach oben>>>
 

16.2.2003
Mit Poppele als Schutzgeist und Fanclub zum Hattrick

Poppele-Fanfarenzug gewinnt zum dritten Mal in Folge Wertungsspiele in Schriesheim

Trotz der strapaziösen Fastnacht gelang es dem Fanfarenzug der Singener Poppele-Zunft mit Hilfe des Schutzgeistes Poppele, Bruno Kutter, sowie dem Fanfarenzug-Fanclub den Hattrick zu erreichen. Der Hattrick bedeutet, dass der Fanfarenzug dreimal hintereinander diesen Wettstreit gewann. Die 36 Mannen um Vorstand Holger Böttcher und den musikalischen Leiter Axel Oßwald traten dieses Jahr einen Tag früher an um die Kameradschaft mit dem Schriesheimer Fanfarenzug zu pflegen. Ein besonderer Dank gilt vor allem dem Fanfarenzug Schriesheim für die tolle Betreuung an beiden Tagen sowie auch dem Bürgermeister, Herrn Riehl, für die kostenlose Bereitstellung eines Nachtquartiers.
Mit zuversichtlichen Gefühlen traten die ansonst nach außen hin „harten Jungs“ den Wettstreit in der Klasse II an in der Hoffnung den Dirigenten nicht enttäuschen zu müssen. In dieser Klasse war eine sehr starke musikalische Konkurrenz vertreten. Insgesamt waren es 14 Fanfarenzüge in vier Klassen, die zum Wettstreit antraten.
Es gab bereits gewaltigen Beifall, als der Poppele-Fanfarenzug auf die Bühne aufmarschierte. Das anwesende Publikum war schwer beeindruckt von den urigen, in Erdfarben gehaltenen Uniformen, die an Landsknechte vom Hohentwiel erinnern. Unter den strengen Augen der beiden Wertungsrichter des Deutschen Jagdhornbläser Verbands Herrn Friedhelm Oehmig, Herrn Jürgen Keller sowie der Frau des Bürgermeisters Evelyn Riehl trat man den Wettstreit mit folgenden Stücken an: Auf der Bühne spielten die Poppele den „Jubiläumsmarsch“ und den  „Dixie 2000“, auf der Straße: „Gruß an Coburg” sowie einige Bastionsmärsche.
Das Ergebnis war mehr als erfreulich: Erneut schaffte der Fanfarenzug in dieser Wertung das beste Resultat mit 128 von 130 möglichen Punkten.  Der zweitplatzierte Fanfarenzug aus Hendschesheim ereichte bereits abgeschlagen die Gesamtpunktzahl von 118.
Der Schriesheimer Bürgermeister Herr Riehl, die Weinkönigin mit ihren Prinzessinnen sowie die Wertungsrichter gehörten zu den ersten Gratulanten unter dem riesigen Beifall der großen Zuhörerschar von ca. 3800 Leuten im Festzelt.  Dann wurde gefeiert mit der Auflage im kommenden Jahr den Titel erneut zu verteidigen. Die Heimat des Pokals wechselte nun von der Kurpfalz in den Hegau. Die letzten zweifachen Gewinner des Pokals kamen aus Ludwigshafen.
Besonders hervorzuheben ist der wieder belebte Poppele-Fanfarenzug-Fanclub. Die Fans reisten am Sonntag mit 21 Schlachtenbummlern in Schriesheim an und unterstützten uns bei der Bühnen- und Straßenwertung mit Fahnen und Transparenten. Ein weiterer Höhepunkt war die Ernennung von Peter Lienhard zum Fanclub-Präsi. Dies geschah offiziell auf der Bühne im Schriesheimer Festzelt unter lautem Beifall der anwesenden Fanfarenzügler, dem angereisten Fanclub und dem Publikum.
Der Erfolg war nur durch zusätzliche Probenarbeit zwischen Aschermittwoch und dem Wertungsspiel möglich mit starker Probentätigkeit  der Fanfarenzügler. Nach dem Triumph galt der besondere Dank allen Freunden und Gönnern für die moralische und tatkräftige Unterstützung und besonders der Firma Elektro Schwarz für die Überlassung ihres Firmengeländes für verschiedene Marschproben. 
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04.03.2003
Narrenbaumversteigerung: Dolden für Markus Jäger u. Narrenloch für BJ

Bei der Fasnetsbeendigung auf der voll besetzten Galerie der Scheffelhalle ging der Stammbaum der Narren an Narrenvadder Peter Kaufmann, der am Narrenspiegel in die Rolle des quirligen Dirigenten des Blasorchesters schlüpfte und die "lieben Festgäste" u.a. mit  "Hans im Schnackeloch" begeisterte. Das Narrenloch erhielt der "BJ - Billig Jakob" für die Produktion ihrer eigenen CD mit dem Hit "Üsre Fasnet". Der Dolden erhielt Markus Jäger, weil er an der Fasnet im Gegensatz zum Wirthaus "Krüüz" Tag und Nacht für die Zunft in der Scheffelhalle bewirtete.  Ekkehard Halmer philosophierte gekonnt kommunal- und weltpolitisch als diesjähriger Wurstzipfelredner. Karl Götz wurde für seine letztjährige Rede der Wurstzipfelorden verliehen.


03.03.2003
Der Ritt auf dem Esel von Stephan Glunk

Gerstensackzunft lädt zum närrischen Frühschoppen nach Gottmadingen

Auszüge von  Simone Ise
(Südkurier) und Hans Paul Lichtwald (Wochenblatt)

Der Frühschoppen am Fasnet-Mäntig in Gottmadingen ist längst zur Institution geworden. Da mischte sich mal wieder die Prominenz aus Politik und Wirtschaft unters närrische Volk und allesamt ließen sich zwei Stunden lang vortrefflich von der Gerstensackzunft unterhalten. Dabei brachte der eine oder die andere Prominente aus der Region so manch imposanten Auftritt auf die Bühne. Und Moderator Christoph Graf geleitete die prominenten Herren und Damen mit viel Witz und Ironie durchs Programm. Bei einem selbstgebrauten Zunftbier, das es in diesem Jahr zum ersten Mal gab, hatten die Narren in der voll besetzten Eichendorffhalle an diesem Vormittag ordentlich zu lachen, zu klatschen und zu schmunzeln.
Dabei gab es ganz witzige Dialoge zwischen den Gerstensäcken und den Poppeles. Graf machte sich lustig darüber, dass es eine VIP-Lounge beim Narrentreffen 2004 in Singen geben wird. Singen habe doch zu wenig Reiche! Und dafür würden sie mit Wafrö auch noch Rentnerschänderei beim Sponsoren-Abend betreiben. Mit dem Poppele gehe es wirklich bergab, sagte Graf. Und so setzten sie Stephan Glunk, den Singener Zunftmeister, glatt auf einen lebendigen Esel nach dem Motto: »Zulaufe!«
Das Tier sollte den Poppele so manche Last abnehmen, die 2004 für das große Narrentreffen ansteht. Stephan Glunk bedankte sich mit einem Rapp. Er brauche für 2004 Männer mit Kompetenz, so wie den Walter Benz. »Zulaufe« war auch das Stichwort für Walter Benz, den sich die Poppele als Umzugsstauberater für 2004 ausleihen wollen, denn dann wird er ja nicht mehr Gottmadinger Zunftmeister sein. Benz müsse dafür sorgen, dass alle 68 Zünfte auch zulaufen, drum ernannte Glunk ihn zum Umzugsstauberater.  Nach oben>>>


02.03.2003
Der Närrische Jahrmarkt in Singen trotzt dem Wetter
Autor: Christel Rossner
(Südkurier)

Wo gehen Narren und auch Nichtnarren in Singen am Fasnachtssonntag hin? Zum närrischen Jahrmarkt rund um das Rathaus. Da stört es auch nicht, wenn tief hängende Wolken schon am Mittag mit Nässe von oben drohen - der Jahrmarktsbesucher hält sich den Schirm über den Kopf und lässt sich nicht abhalten, durch das närrische Treiben zu bummeln.
Schirme waren gestern der Renner beim Billige Jakob, gleich nach den ersten Tropfen war der Bestand ausverkauft. Aber trotzdem: Auch wenn das Angebot nicht die gigantischen Mengen der Vorjahre aufbot, war an Kruscht von der Christbaumspitze über Krawatten bis hin zu einer antiquierten Wohnzimmerlampe alles zu haben. Und natürlich zu günstigen Preisen: "Für fünf Euro kannst du das ganze Paket mitnehmen", ließ sich der Billige Jakob nicht lumpen.
Die jüngsten Besucher ratterten im Westernexpress ihre Runden und solange der Regen noch nicht fiel, herrschte beim Wurstschnappen ständiger Andrang. Auf einer sich drehenden Rolle die schwingende Wurst am Faden mit den Zähnen zu erhaschen, gelingt nicht auf den ersten Biss.
Die Zünfte und Vereine luden aber auch die Erwachsenen an zahlreichen Ständen mit Bastelarbeiten, Glücksrad oder Verlosungen zum Stöbern und Ausprobieren. Bei den Rebwiebern waren die ausgefallensten Hutkreationen zu bewundern, vertiefen konnte man sich im Antiquariat bei den Leseratten, die Muettersproch-Gesellschaft wurde auf der Bühne in Sachen "Alemannische Xundheitsreform" aktiv. Das Ärzteteam war gut ausgerüstet, es fehlte nicht an Prothesen und Kathetern, an bunt leuchtenden Pillen und speziellen Säftchen als Medizin. Wie gesund die einzelnen Patienten nun aber den Behandlungsstuhl verließen, war nur schwer auszumachen. Auf jeden Fall waren sie bester Stimmung.
Rund um das Rathaus bis in die Lindenstraße verbreitete sich auch bei beständigem Regen der Duft von Fasnachtsküchle und frischen Berlinern, der Poppele Fanfarenzug, der Spielmannszug Singen und die Guggenmusik Gassä-Surrer ließen sich nicht abhalten und zogen trotz Nässe ihre Runden über den Jahrmarkt. Und wo der Schirm als Schutz nicht mehr ausreichte, boten die überdachten Stände doch ein trockenes Plätzchen für die Besucher.
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28.02.2003
Im Weltall tobt der Narrensamen
Beim Kindernachmittag der Poppele-Zunft wuselt es nur so von bunten Gestalten
Autor: (Südkurier) von Christel Rossner

Wenn die Poppele zur Kinderfasnacht in die Scheffelhalle laden, ist der Narrensamen zur Stelle. Gestern Nachmittag wuselte es in der Scheffelhalle nur so von bunten Gestalten - ob Kleinkind in Mutters Schutz oder schon zu den Jungnarren zählend: In Glanz und Glimmer oder furchterregend bemalt waren sie in bester Narrenstimmung. An das Motto des Nachmittags "Im Weltall" hatten sich viele gehalten, in silberne Folie gewickelt und mit Antennen auf dem Kopf, boten sie ein weltraummäßiges Outfit.
Aber ein echter Narrensamen lässt sich nichts vorschreiben und hat seine eigenen Vorstellungen für eine Verkleidung. So ist unschwer zu erkennen, dass auch heute noch bei den Jüngsten eine Vorliebe für Prinzessinnen und Hexen, Cowboys und Piraten besteht. Und wenn die losgelassen werden, geht es auf den Brettern in der Scheffelhalle schwungvoll ab.
Ganz aufmerksam jedoch sammelte sich die große Schar der Kinder um die einzelnen Figuren der Poppele-Narrenzunft, die Zunftmeister Stephan Glunk traditionsgemäß vorstellte. Dabei war das Häs des hoorigen Bären wohl das interessanteste Objekt: So ganz von Nahem griff da schon mal so manch kleine Hand in das knisternde Stroh.
Nach einer ausgelassenen Polonaise durch die ganze Halle, kam wohl jedes Alter der jungen Narrenschar auf seine Kosten. Dem Motto gemäß waren die Stände nach den Gestirnen betitelt, bei "Venus", "Jupiter" oder "Pluto" konnte sich jeder schminken lassen oder auch sein Geschick testen.
Die Mitglieder der Poppele-Zunft hatten sich was einfallen lassen - mit Schwimmflossen galt es Luftballons kaputt zu treten, einen Tennisball in die Mundöffnung eines Feuerwehrmannes zu zielen oder mit Stäbchen aus einer Schale Bonbons zu ergattern. Und das bewiesen die jungen Narren an diesem Nachmittag: Sie haben Fantasie für Verkleidungen und Freude am närrischen Treiben. Nach oben>>>


27.02.2003
Ein "hooriger" Umzug bei Bilderbuchwetter
Ein buntes Bild in der Singener Innenstadt: Auch die Zuschauer haben sich ins Häs geschmissen
Autor: (Südkurier) von Christel Rossner

Die Narren haben den Frühling ins Land geholt - schöner konnte das Wetter beim gestrigen Narrenbaumumzug durch die Singener Innenstadt nicht sein. Schon beim Start am Hohgarten drängten sich die Zuschauer auf den Bürgersteigen und boten neben guter Stimmung auch ein buntes Bild: Da waren nicht nur die jüngsten Mäschgerle in ihre Fasnachtsmontur gehüllt, auch die erwachsenen Zuschauer hatten Hand an Gesichtsfarbe und Verkleidung gelegt.
Die Hansele aller Zünfte und Narrenvereine waren bei bester Laune und ließen ihre Saubloddere auf die Köpfe knallen, den wilden Hexen ging so mancher gleich vorsichtshalber aus dem Weg. Die waren wie immer in ihrem Element und hatten ihren Hexenwagen mit "Beute" aus dem Publikum über die gesamte Strecke hinweg voll beladen. Ganz anders dagegen die Rebwieber - bis zum Rand gefüllt waren ihre Körbe mit Mocken, für die sich immer Abnehmer fanden. Doch nicht nur Süßigkeiten flogen da in die Menge, auch knackige Würstchen erfreuten manch hungrigen Zaungast.
Dass die Narren keine Nachwuchssorgen haben, war offensichtlich. Im Häs im Miniformat und mit staunenden Augen in der Sportkarre sitzend mittendrin im Geschehen, wurde es da dem jüngsten Narrensamen doch manchmal etwas unheimlich. Auch die freischaffenden Narren am Straßenrand kamen mit Kind und Kegel, die närrisch in ihrem Element den Umzug kräftig mit "Hoorig is de sell" anfeuerten. Nach oben>>>


27.02.2003
Ein Standbild für die Poppele
Zunftmeister Stephan Glunk packt alle Gemeinderäte auf einen Wagen und entmachtet sie
Autor: (Südkurier) von Gudrun Trautmann

Die Poppele sind gewaltig im Organisationsstress für das große Narrentreffen 2004. Das gab Zunftmeister Stephan Glunk gestern zu Beginn der närrischen Ratssitzung freimütig zu. Die Zunft hatte zum ersten Mal "wegen Überarbeitung" versäumt, den Gemeinderat fristgerecht zur ordentlichenSitzung einzuladen, weshalb Regina Brütsch in ihrem Antrag zur Geschäftsordnung darauf hinwies, dass der Gemeinderat von den Narren gar nicht abgesetzt werden könne. Doch das störte den Zunftmeister wenig. Er holte sich vom närrischen Dunschtig-Volk den Auftrag, die Mandatsträger aus ihren "Sitzen zu hebeln, auf denen sie es sich gemütlich gemacht haben." Er hielt es für dringend erforderlich, dem OB eine Ruhepause und der Verwaltung eine Denkpause zu verschaffen. Doch zuvor mussten Gemeinderäte und OB für ein Standbild posieren, das das Poppele-TV als Beweis für die Macht der Narren bei der nächsten Martinisitzung ausstrahlen will. Denn nicht alles ist live, was nach Direktübertragung aussieht. Schon einmal hatten die Poppele den SÜDKURIER an der Nase herumgeführt, als sie bei der Sitzung am 11.11.2002 vorgaben, OB Renner per Standleitung beim CDU-Parteitag in Hannover zu interviewen. Jetzt wissen wir alle, dass Popolius ganz schön alefänzig ist.
Auch gestern hinterließ der Geist vom Hohenkrähen beim närrischen Volk den Eindruck, als sei er der einzige, der den "Karren aus dem Dreck ziehen kann", denn er bewegte den mit Gemeinderäten schwer beladenen historischen Leiterwagen auf dem polierten Rathausparkett am leichtesten.
Da konnte OB Renner sich anstrengen so viel er wollte, ob er es mit Gemeinderäten als Bremsern oder Beschleunigern zu tun hatte. Das lag nach Meinung von Stephan Glunk daran, dass nicht klar war, wer im Gemeinderat bremst und wer schiebt. Aber das konnte das Singener Stadtoberhaupt gestern nicht mehr sehr stören. Renner hatte sich ohnehin schon von seinem Amt verabschiedet und war in die Rolle des Chefarztes der fusionierten Hegau-Klinik Hochrhein-Bodensee/Schwarzwald-Baar geschlüpft. Ausgerüstet mit Stethoskop und Maggi-Medizin bekämpfte er gestern den Grippevirus im Ratssaal. Das alles rettete ihn trotzdem nicht vor der Entmachtung. Da half ihm auch seine gut gereimte Verteidigungsrede nichts, in der er seine Qualitäten als Operateur anpries.
Auch die Fraktionen hatten keine Chance auf Gnade. Die CDU versuchte das Motto umzukehren: "Mir ladet uff, bei uns gohts nich bergab, sondern nur bergauf", mit Grundler-Tower, Kunstmuseum, der Fusion von Färbe und Gems, dem Kreisel in der Georg-Fischer-Straße, dem Ausbau der Ekkehardrealschule, der Stadthalle und dem sanierten Aachbad. Als Bote versuchte Hans-Peter Stroppa die Ehre des Gemeinderates zu retten. Aber die Narren kannten keine Gnade und wollten partout die Macht für die nächsten Tage übernehmen.
Für die SPD hat in diesen Tagen allein die Fasnet Konjunktur, weshalb die Fraktion einen entsprechenden Cha-Cha erfunden hatte. Darin fragten sich die Sänger, wie sie die 40 Jahre alten Träume von der Stadthalle retten können, wo doch jetzt sogar der Bär aus dem gesamtstädtischen Erscheinungsbild verschwinden soll. Das Loch im Haushalt zwinge zur Bescheidenheit, doch die Freude an der Fasnacht sei wie ein Motor, der alle noch auf Touren hält.
Wie immer nutzten Marion Czajor und Markus Weber im Duett die Gelegenheit, in gereimter Form ihre Sicht der Kommunalpolitik zu vermitteln.  Nach oben>>>


10.02.2003
320 Fahnen fürs Narrentreffen
Farbenprächtige Resonanz auf den Schüler-Wettbewerb der Poppele-Zunft
Autor: (Südkurier) Georg Becker

Die Jury tagte im ersten Saal der Stadt und den Mitgliedern blieb erst einmal die Sprache weg ob der Farbenpracht im Bürgersaal. 320 Fahnen hatten die Organisatorinnen Elisabeth Paul und Beatrix Glunk auf dem Boden ausgelegt oder an den Balustraden aufgehängt. Immer fünf Fahnen in einer Reihe, so wie der "Schüler-Wettbewerb zum großen Narrentreffen 2004" der Poppele-Zunft ausgeschrieben war.
Die Schüler nutzten die fünf Fahnen in der Größe 60 mal 120 Zentimeter auf die unterschiedlichsten Art und Weise. Manche ordneten sie nach Figuren der Poppele-Zunft, manche "zerschnitten" ein Thema in fünf Teile und legten auch mal ein Hansele quer. Die einzige Vorgabe für die Schüler lautete, die Darstellung müsse mit Fasnacht etwas zu tun haben.
Es war keine Pflicht, konkrete Inhalte der Singener Fasnacht zu thematisieren. Klar, dass dennoch viele gerade die Singener Fasnacht als Motiv für ihre Fahnen herauspickten. Aber auch da ließen die jungen Künstler ihrem Sinn für schräge Darstellung, Überspitzung oder graphische Verfremdung freien Lauf.
Eine derartige Resonanz freut auch die Macher. Mit soviel Ideen, Liebe zum Detail und Qualität in der Ausführung in allen Arbeiten hätten Elisabeth Paul und Beatrix Glunk nicht gerechnet. Neben Elisabeth Paul und Beatrix Glunk waren in der Jury vertreten Schirmherr OB Andreas Renner, Zunftmeister Stephan Glunk, Sparkassen-Chef Volker Wirth, der Künstler Antonio Zecca sowie die Redakteure Hans-Paul Lichtwald (Wochenblatt) und Georg Becker (SÜDKURIER). Für sie stand eine schöne, aber keine leichte Arbeit an, die besten unter all den guten Werken auszusuchen. Dennoch gab es überraschend oft große Mehrheiten für eine Fünfer-Reihe, aber auch Diskussionen, wem denn nun der Preis zusteht. Manchmal gab das künstlerische Urteil von Antonio Zecca den Ausschlag, zumindest einmal das politische Urteil von Andreas Renner: "Dann vergeben wir eben zwei dritte Preise, die haben das verdient."
An die Preis-Klassen (siehe auch Infokasten) werden keine Geldpreise verliehen, die Poppele-Zunft hat so genannte "Fasnachts-Erlebnis-Preise" ausgelobt wie "eine geführte Wanderung zum Hohenkrähen mit Einladung zum Würstchengrillen und Begegnung mit unserem Poppele". Für Zunftmeister Stephan Glunk stand neben den prämierten Arbeiten vor allem ein Ergebnis im Vordergrund: "Bis auf das Friedrich-Wöhler-Gymnasium haben sich alle Singener Schulen an unserem Wettbewerb beteiligt." Auch die Ortsteilschulen und die Sonderschulen, die mit viel Gestaltungsfreude bei der Sache waren.
Die prämierten Fahnen sind vom Montag, 17. Februar, an in der Kundenhalle der Sparkasse Singen ausgestellt. Die Preisverleihung und Vernissage ist am 18. Februar um 18 Uhr. Im November sollen dann alle Fahnen eine Woche lang während einer Ausstellung im Bürgersaal zu sehen sein. Beim Narrentreffen am 24. Und 25. Januar 2004 werden die Schüler-Fahnen in der Ekkehardstraße aufgehängt. Nach oben>>>


15.2.2003
Poppele laden kräftig uf
Narrenspiegel berichtet von Blutsaugern und anderen Angriffen auf den Geldbeutel

Autor: (Südkurier) GUDRUN TRAUTMANN

"Ladet uf, s goht bergab, machet nu it jetzt scho schlapp, s goht au wieder mal bergauf." - Das diesjährige Motto der Singener Poppelezunft wirkt sich programmatisch auf den Narrenspiegel aus. Auch wenn die globale und kommunale Stimmung derzeit eher gedrückt ist, so wollen sich die Narren davon nicht unterkriegen lassen und suchen den Silberstreif am Horizont. Das spiegelt sich in den eher freundlichen Betrachtungen der großen Themen wider. Stephan Glunk leitet wie immer souverän und mit kabarettistischen Geschick durch das vierstündige Programm. Hinter der Bühne zieht Fritz Marxer die Strippen, obwohl er nach Meinung des Zunftmeisters wegen der Vorbereitungen auf das große Narrentreffen 2004 eigentlich gar keine Zeit dafür haben dürfe.
2004, das ist natürlich im Narrenspiegel 2003 schon ein wichtiges Thema. So leisten sich die Narreneltern - ganz abgehoben - diesmal einen Hubschrauberrundflug über Singen, um wie die Polizei die Umzugswege zu erkunden. Dass die Narrenmodder dabei neudeutsch, also englisch, mit Polizeichef Fritz Marxer korrespondiert, zeigt, dass die Poppele sich auf Gegenwart und Zukunft eingestellt haben. Und dabei diskutieren sie über die neue Sparkasse, den Flughafen Zürich, die neuen Entwicklungen bei Maggi, die Umbauarbeiten beim Krankenhaus und den DSD-Chef Hans-Peter Repnik.
Vom Kreditwesen und seinen Veränderungen haben es auch die Bänklefurzer. Für die ausgefallene Babsi Lienhard brilliert Angelika Assfalg als würdige Vertreterin in der Rolle der Theres im Gespräch mit ihren Rentnerkollegen mit dem neuesten Tratsch über die Infobörse im Tschibo-Stehcafé, über die Filialschließung der Volksbank und der Sparkasse, über die Seelsorgeeinheiten der Kirche, die Krankenhausfusion, die Rückgabe des Sozialamtes an den Kreis und die GVV.
Besonders gut drauf ist in diesem Jahr der Poppelechor mit seinem Streichorchester und solistischen Einlagen unter der Leitung von Ekkehard Halmer. Glänzend in ihren Rollen als Opernbesucher Ruth Ruf und Reiner Mauch, die das kommunale Streichkonzert kommentieren.
Gleich nach der Pause geht es musikalisch weiter mit dem Lehrerchor, der die Nullen so lange hin und her schiebt, bis daraus eine 2004 wird, also wieder ein Fest auf das sich Singen freuen kann. Doch auch mit den Hallen-Träumen von OB Renner und den spektakulären Aufgriffen am Zoll beschäftigen sich die Lehrer in ihren Songs.
Ein glänzendes Debüt in der Rolle des Fidele gibt Ali Knoblauch. Zusammen mit Peddi Schwarz, der sich in der Rolle als "Second Chief Manager der Product Consulting Cooperation" so richtig gestelzt ausdrückt, liefern die beiden herrliche Dialoge über die GVV, New Economy, die Volkshochschule und die kulinarischen Entwicklungen in Singen.
Einer der Höhepunkte des diesjährigen Narrenspiegels ist sicher der Boxkampf zwischen Franco Konstantino (OB Frank aus Konstanz) und Andy dem Schönen (OB Renner) mit Mister Hämmerlemän als Ringrichter. Der Ausgang soll hier nicht verraten werden, nur so viel, dass Marco Bold einen perfekten Moderator des Schattenboxens abgibt.
Auf die nächste Nummer wartet schon der ganze Saal: Die Dramatischen Vier. Diesmal dürfen Günter Haupka und Helmut Thau auch noch ihre kabarettistische Seite einbringen, bevor die vier Sänger die Geschichte von der Hepp-Villa singen. Natürlich werden hier Zugaben verlangt, aber Stephan Glunk erinnert ans Programm. Da steht nämlich Peddy Schwarz mit seiner Büttenrede und macht sich so seine Gedanken als Bademeister vom Aachbad.
Wie immer hat Stephan Glunk wieder einmal kleine Episoden gesammelt und in seine Lieder verpackt. So zum Beispiel das Malheur von Veronika Netzhammer mit ihrem neuen Auto oder zuvor die Lichterstory um Artur Sauter.
Es ist schon zur Tradition geworden, dass das städtische Blasorchester den Abend beendet. Ein quirrliger Peter Kaufmann schlüpft in die Rolle des Dirigenten.
Noch nicht die Rede war von den Tanzgruppen. Sie sind für das Publikum immer ein besonderer Hingucker und fordern zu Sonderapplaus heraus. Besonders schön diesmal der Tanz der Vampire mit den dramatischen Effekten. Nach oben>>>


3.1.2003
Poppele-Zunft greift sich die Elite
Fasnet-Prominenz umwirbt beim Kabarett in der Kunsthalle Spender und Sponsoren

Autor: (Südkurier) Georg Becker

Falls es einer aus der "besseren Gesellschaft" Singens noch nicht gewusst haben sollte, der Lehrerchor sang es den über 300 potentiellen Geldgebern in der Kunsthalle vor: "Zweitausendnullnullvier ist Narrentreffen hier." Und zwar das große der Schwäbisch-Alemannischen Narrenvereinigung, das die Poppele-Zunft in Gedanken schon für das Jahr 2000 verbucht hatte, aber jetzt für das Jahr 2004 organisiert: "Und das schon seit zweieinhalb Jahren", wie Zunftmeister Stephan Glunk dem Publikum "in diesem sehr intimen, kammermusikalischen Raum" vermittelte.
Doch es war kein Selbstzweck für die reine Gaudi, zu dem die Zunft ins "Poppele-Kabarett" geladen und viele fasnächtliche Berühmtheiten wie Sigrun Mattes, Debeka ("de bleed Kornmayer"), Stubegsang, Poppele-, Lehrerchor und den wortgewaltigen Walter Fröhlich (Wafrö) aufgeboten hatte. Es ging um das Werben von möglichen Partnern und eben doch ganz konkret ums Geld: "Eines ist wichtig, ich spreche vom Zaster", ließ Walter Fröhlich keine Missdeutung zu. Der Meister der Mundart und des alemannischen Auftritts strich den Gekommenen so gekonnt um den Bart, dass die meisten sich auch noch prustend auf die Schenkel klopften, wenn Walter Fröhlich sie nach fröhlichem Schaumschlagen gleich noch rasierte. Er erblickte im Saal keine einzige Niete, dafür Singens Elite: "Es geht immer um den Menschen, um den, der es hat, aus ihren Händen fließen die Spenden." Für das große Ziel, das Narrentreffen mit 68 Zünften, rund 15000 Narren und bei schönem Wetter erwarteten 50000 Besuchern in Singen kennt Wafrö keinen Grund für eine Zurückhaltung der Geschäftswelt: "Sie müssen uns helfen, das müssen Sie begreifen, auch wenn Sie an der Insolvenz entlangstreifen."
Für solche Sätze erntete Walter Fröhlich Riesenbeifall, fröhliche Pfiffe und die Anerkennung eines ebenfalls auf den Bühnen der Fasnachtswelt bestens beleumundeten Zunftmeisters Stephan Glunk. Er, der als Conférencier gewitzt durch den Abend führte, bemerkte: "Das macht dem Walter Fröhlich keiner nach" - das Publikum beim wunden Punkt so herzhaft zum Lachen zu bringen.
Vielleicht geht es nicht anders und vielleicht ist es gerade für Narren das beste Rezept, ihre 99 Euro teuren Vip-Karten für Vip-Zelt und Vip-Betreuung mit Humor und entwaffnender Ehrlichkeit unters spendable Volk zu bringen. Weil wahrscheinlich eben nichts mehr unter Beobachtung steht am 24. und 25. Januar 2004 als jene Vip-Tribüne und jenes Vip-Zelt bei der Ekkehardrealschule. Wafrö glaubt, dort steht die Konkurrenz herum und schaut: "Mensch, der hot's g'schafft."
Die Poppele-Zunft hat mit ihrem kurzweiligen Kabarett sicher erreicht, dass das Publikum schon bei der Fasnacht 2003 aufgeschlossen dem Thema Narrentreffen 2004 gegenübersteht. Zunftkanzler Fritz Marxer brachte die zwei Punkte zusammen, unter denen die Poppele-Zunft das Ereignis organisiert: "Singen hat als Veranstaltungsort einen Namen" und "wir wollen ein Fest mit Niveau". Dafür braucht die Poppele-Zunft Sponsoren. Wie der Abend in der Kunsthalle bewiesen hat, die Zunft arbeitet an diesem Thema.


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Stand: 05. Januar 2017