Narrenzünfte veranstalten auf dem Hohgarten ihren traditionellen Jahrmarkt

Der beliebte närrische Jahrmarkt der Poppele-Zunft auf dem Singener Rathausplatz lockt die zahlreichen Besucherinnen und Besucher mit buntem Treiben und allerlei Kuriositäten.

Quelle: SÜDKURIER Singen, Autorin: Christel Rossner, 16.02.26

Alle Jahre wieder – das gilt auch für den Närrischen Jahrmarkt der Poppele-Zunft. Fröhlich und närrisch herausgeputzt bummelten zahlreiche Besucher am Fasnachtssonntag über den Rathausplatz. Zünfte und Vereine boten an ihren Ständen ein abwechslungsreiches Sortiment von Kruscht und antiquarischen Büchern über Glücksspiele bis hin zu Mitmachaktionen und lukullischen Spezialitäten für jeden Geschmack.

Wurst schnappen und Lukas hauen

Auch Kinder kamen nicht zu kurz. Um die Wurst am Faden mit dem Mund zu schnappen, brauchte es schon Ausdauer und so einige Versuche. Beim „Haut den Lukas“ war dagegen Kraft gefordert, für Spaß auch bei den Kleinsten sorgte das Kasperle der Muettersprochgsellschaft.

Schon vor der Eröffnung drängten sich vor dem Stand des Billigen Jakob die ersten Schnäppchenjäger vor den Absperrgittern und begutachteten mit prüfendem Blick das gewaltige Sammelsurium von Kruscht bis hin zu Raritäten.

Der Nachwuchs, neu in diesem Gewerbe, zeigte dabei sein Verkaufstalent. „Wir haben vorher geübt und sind guten Mutes, dass wir die Sachen loswerden. Der Erlös geht ja ans Kinderheim Peter und Paul“, meinte Tom Horak, der wie auch Ben Böttcher zum ersten Mal als Billiger Jakob im neuen Zwölfer-Team in Aktion trat. Sie hatten viel zu tun: Kaum waren die Absperrgitter entfernt, stürzten sich die Kunden auf das Angebot.

Auch exotische Hüte sind gefragt

Mit Bedacht ging es bei den Rebwiebern am Hutstand zu. Nicht nur Damen stehen auf gediegene Hutkreationen. Beraten von Claudia Specht probierten Lenard Barth und Jannis Böhler die teils exotischen Modelle. Auch die Musiker des Poppele-Fanfarenzugs legen Wert auf ihr Outfit. Sie belassen es nicht bei der Kopfbedeckung, sondern putzten sich in diesem Jahr als Rosenkavaliere heraus.

Glück brauchten die Besucher beim „Tiroler Hebbel“. Ob es einen Rucksack oder einen Regenschirm als Preis gab, entschieden die drei Hontesscharrer der Narrengemeinde Tiroler Eck durch das Guckloch der Stellwand.