Ausverkaufter Narrenspiegel begeistert Publikum
Nach fast 20 Jahren kehrte der Narrenspiegel wieder in die Scheffelhalle zurück. Bei der ausverkauften Premiere am Freitagabend (30.01.) wurde dem Publikum ein dreistündiges, buntes und abwechslungsreiches Programm geboten. Ehrenzunftmeister Stephan Glunk stimmte mit dem bekannten Eröffnungslied „HEI, EI, EI sind mir e Stadt“ an und gab auch später ein Liedchen über die Stadträte zum Besten. Natürlich durfte auch das Mottolied nicht fehlen.
Alte Traditionen wurden aufgegriffen und mit modernster Technik präsentiert. Natürlich wurde dem Poppele wieder gezeigt, welche „närrischen“ Taten die Stadtoberen im vergangenen Jahr begangen haben. Mit spitzer Zunge wurde auf den Leerstand in Singen hingewiesen, in dem Szenen aus „Singen aktiv“ von Lisa Marinovic und Flavia Götz gespielt wurden, das Taubenhotel wurde kritisch betrachtet, aber auch in der Rede der „Päpstin von Singen“, verkörpert durch Simon Götz, wurde die Weltpolitik aufs Korn genommen. In Poppeles Frisörsalon (Nicole Kania, Silke Hauschild, Sandra Korhummel) wurde genau auf die Singener Aktivitäten geschaut, wie es auch die Narreneltern (Ekke Halmer und Bernfried Haungs) beim Frühstück humorvoll machten. Fidele und Nazi (Ali Knoblauch und Rüdiger Grundmüller) durften natürlich auch nicht fehlen.
Auf die Lachmuskeln gingen sicherlich die „Feuerwehrfrauen“, die Männer der Feuerwehr, die Samba tanzten, sowie eine kleine nicht ganz ernst gemeinte akrobatische Vorführung von Stefan Deinert und Julian Grundmüller. Unsere liebgewonnenen Putzfrauen Sophie und Berta (Elisabeth Paul und Angelika Berner-Assfalg) putzten zum letzten Mal und wurden daher gebührend vom Poppele verabschiedet.
Musikalisch war „Max Rabe“ (Magnus Götz) und sein „Ballastorchester“ feat. Roi Blanco & die Aperolzatti Girls, zu Gast mit Flavia Götz, Magnus Götz und Leonie Schüttler, sowie die altbekannten „Dramatischen Vier“, die jetzt zu sechst sind. Tänzerisch waren die Poppele-Kinder- und Jugendtanzgruppe zum Motto „Piraten“ zu Beginn am Start unter der Leitung von Laura Cennamo, Marie und Lisa Bold und Inge Kaufmanns Tanzgruppe widmete sich kreativ den Parksünden und Blitzern in Singen.
Begleitet wurde der Narrenspiegel, wie schon die letzten Jahre, von den „Original Aussteigern“ aus Gottmadingen an allen Vorstellungen. Am Samstagnachmittag gab es eine leicht gekürzte Aufführung für die Senioren und am Samstagabend nochmals eine reguläre Vorstellung, die ebenfalls fast ausverkauft war. Viel Applaus gab es für den Narrenspiegel-Regisseur Ekke Halmer, der nach 22 Jahren nun den Stab an Simon Götz übergab. Begeistert war das Publikum auch vom Essen und Trinken, das dieses Jahr wieder voll in der Hand der Poppele-Zunft lang. Dank vieler, vieler Helferinnen und Helfer konnten schmackhafte Leckereien zu fairen Preisen angeboten werden.

