Spende für ein zeitloses Projekt

Narrenlochvermesser sammeln 300 Euro für das Kinderheim St. Peter und Paul

NLVK sammelt für das Kinderheim St. Peter und Paul
Das Narrenlochvermessungskommando bei der Spendenübergabe an Jürgen Napel im Hof des Kinderheims St. Peter und Paul. Foto: Poppele-Zunft

Singen. Nicht nut gute Laune, sondern auch gute Taten bringt die Fasnacht hervor: So beim Narrenloch-Vermessungs-Kommando, der Poppele Zunft, die in Singen 300 Euro für das Kinderheim St. Peter und Paul gesammelt haben. Der Leiter des Kinderheims, Jürgen Napel, ist nun seit 40 Jahren dort und weiß genau, wofür die Unterstützung am besten verwendet werden kann.

Spende für ein 24-Stunden- und 365-Tage-Projekt

Das eine Projekt für die 300 Euro gibt es garnicht im Kinderheim, wie Jürgern Napel sagt. Denn ob Krankheit, Kürzungen oder Elternzeit die 55 Mitarbeiter dort kümmern sich rund um die Uhr um etwa 130 Kinder. „Die Kinder sind immer da“, so Napel. Nichtsdestotrotz kann das Kinderheim die Spende gut gebrauchen, um beispielsweise eintätige Ausflüge, einen Führerschein oder andere Dinge, die wenig bis garnicht bezuschusst werden. „Es sind Dinge des normalen Lebens, die wir den Kindern und Jugendlichen ermöglichen wollen“, so Napel. 

Das weiß auch das zehnköpfige Team des Narrenlochvermessungskommandos zu schätzen und hat sich deshalb in diesem Jahr das Kinderheim St. Peter und Paul ausgesucht, wie der Geometer Hans-Peter Stroppa bei der Übergabe verkündet. Stroppa erklärt, dass das Spendenziel hin und wieder gewechselt wird und auch das Spendenaufkommen immer etwas schwanke. Insgesamt seien aber immer etwa zwischen 200 und 400 Euro.

Leiter seit 1994 und Tradition aus 1931

Jürgen Napel freut sich über die Spende. Der Leiter des Kinderheims ist nun bereits seit 40 Jahren dort, wie er erklärt. Anfangs war es nur für den Zivildienst und dann kam alles etwas anders, wie er berichtet. „Ich bin gefühlt nie arbeiten gegangen“, sagt Napel über die Leidenschaft zu seinem Beruf. Seit 1994 ist er Leiter des Kinderheims und bereut seine Entscheidung seither keineswegs: „Dann kann man sowieso nicht mehr gehen.“

Das Narrenlochvermessungskommando, ist eine Untergruppe der Poppele-Zunft in Singen, die auf einer Tradition aus 1931 entstanden ist. Damals mussten städtische Vermesser das Narrenloch für den Narrenbaum auf dem Hohgarten unter Betonplatten und einer Erdschicht suchen. Die lag darauf, um die Stelle auf das Niveau des Platzes anzuheben. 1953 schlug der damalige Zunftkanzler vor, dass eine Gruppe der Poppele-Zunft die Suche übernehmen könnte, und schuf so das NLVK – das Narrenloch-Vermessungs-Kommando. 

Das NLVK arbeitete zunächst noch mit Mitarbeitern der Stadt zusammen. Mittlerweile ist die Gruppe in dritter Generation unterwegs. Hans-Peter Stroppa erklärt, dass die Gruppe heute in dritter Generation unterwegs ist. Sein Vater, Edmund Stroppa, gehörte zu einen der ersten Mitgliedern der Gruppe. Neben dem Aufsuchen des Narrenlochs